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Objektive nach Bajonett

Objektive für Sony E-Mount

Das passende Objektiv für Sony a6000, a6400, a6700 und ZV-E10 ist nach dem Kit fast immer eine lichtstarke Festbrennweite: das Sony SEL35F18 OSS für Alltag und Reportage oder das Sigma 16mm F1.4 DC DN für Innenräume und Vlogging. Wer lieber ein Zoomobjektiv mit konstanter Blende will, nimmt das Sigma 18-50mm F2.8. Für Tiere und Sport bleibt an APS-C das Sony 70-350mm G OSS das Tele mit der größten Reichweite. Alle vier Sony-E-Objektive passen ohne Adapter an jede Kamera mit Sony E-Mount, von der ersten Alpha 6000 bis zur aktuellen Alpha 6700.

Objektiv für Sony a6000 und Alpha-Reihe: was am Sony E-Mount zählt

Sony E ist ein Anschluss für zwei Sensorformate. APS-C-Gehäuse wie die Sony ZV-E10, die Alpha 6000, 6100, 6400 und 6700 nutzen denselben E-Mount wie die Vollformat-Modelle der Alpha-7-Reihe. Sony E-Mount-Objektive mit der Bezeichnung E (bei Sigma DC DN, bei Tamron Di III-A) sind für APS-C gerechnet, Objektive mit FE (Sigma DG DN, Tamron Di III) für Vollformat. Beide Gruppen lassen sich an beiden Formaten montieren.

Der Unterschied liegt im Bildkreis. Ein Vollformat-Objektiv leuchtet den kleineren APS-C-Sensor komplett aus und funktioniert dort ohne Einschränkung, nur mit engerem Bildwinkel. Ein APS-C-Objektiv an einer Vollformatkamera schaltet diese in den Crop-Modus, sodass nur ein Teil des Sensors genutzt wird. Für den Kauf heißt das: Wer später ins Vollformat wechseln will, kann schon jetzt FE-Objektive wählen. Wer im APS-C-Format bleibt, bekommt mit E-Objektiven kleinere und leichtere Optik.

Nicht zu verwechseln ist der Sony E-Mount mit dem älteren A-Mount, dem Bajonett der Sony-Spiegelreflexkameras. A-Mount-Objektive passen nur über einen Adapter an E-Mount-Gehäuse und sind für Neueinsteiger keine sinnvolle Option mehr.

Der Formatfaktor von etwa 1,5 verlängert an APS-C jede Brennweite rechnerisch: 35 mm Brennweite wirken wie rund 52 mm an Vollformat, 50 mm wie 75 mm. Der Beitrag zu den Sensorformaten erklärt, warum derselbe Bildwinkel an beiden Formaten unterschiedliche Brennweiten braucht.

Kriterien: Brennweite, Lichtstärke, Bildstabilisator, Autofokus

Vier Angaben entscheiden über den Nutzen von Sony E-Mount-Objektiven. Die Brennweite legt den Bildwinkel fest. Die Lichtstärke, also die Anfangsblende, bestimmt, wie viel Licht ankommt und wie stark sich der Hintergrund auflösen lässt. Der Bildstabilisator, bei Sony mit OSS abgekürzt, entscheidet, ob aus der Hand auch bei längeren Belichtungszeiten scharfe Fotos entstehen. Und der Autofokus muss mit der Kamera zusammenarbeiten, sonst nützt die beste Optik wenig.

Beim Bildstabilisator gehört das Gehäuse mitgedacht. Die Alpha 6000, 6100, 6400 und die ZV-E10 haben keinen Sensor-Stabilisator, dort ist OSS im Objektiv der einzige Ausgleich für Verwacklung. Die Sony Alpha 6700 stabilisiert im Gehäuse, sodass auch unstabilisierte Festbrennweiten wie das 16mm F1.4 ruhig gehalten werden. Der Beitrag zur Bildstabilisierung ordnet ein, wann welche Variante genügt.

Der Autofokus aller hier genannten Objektive arbeitet mit Augen-Autofokus und Motivverfolgung der Sony-Gehäuse zusammen, auch bei Sigma und Tamron. Unterschiede gibt es bei der Geräuschentwicklung: Linearmotoren, wie Sony sie im SEL11F18 und im SEL70350G verbaut, sind für Videoaufnahmen besonders leise. Wer viel filmt, achtet beim Autofokus deshalb auf den Motortyp.

Empfehlungen nach Einsatzzweck

EmpfehlungBrennweiteBlendeFür wen
Sony SEL35F18 OSS35 mm (E, APS-C)F1.8Alltag, Reportage, erste Festbrennweite
Sigma 16mm F1.4 DC DN16 mm (E, APS-C)F1.4Innenräume, Vlogging, Architektur
Sony SEL11F1811 mm (E, APS-C)F1.8Vlogging mit ausgestrecktem Arm, enge Räume
Sony SEL50F18F50 mm (FE)F1.8Porträt an APS-C und Vollformat
Sigma 18-50mm F2.8 DC DN18-50 mm (E, APS-C)F2.8Das eine Zoomobjektiv, das am Gehäuse bleibt
Tamron 11-20mm F2.811-20 mm (E, APS-C)F2.8Ultraweitwinkel-Zoom für Architektur
Sony SEL70350G OSS70-350 mm (E, APS-C)F4.5-6.3Tiere, Sport, Bühne
Tamron 28-75mm F2.828-75 mm (FE)F2.8Erstes F2.8-Zoomobjektiv an Vollformat

Die erste Festbrennweite: 35 mm oder 50 mm

Das Sony SEL35F18 OSS ist das Objektiv, das an einer Alpha 6000 oder ZV-E10 am häufigsten drauf bleibt. Der Bildwinkel entspricht etwa 52 mm an Vollformat und liegt nah am natürlichen Sehfeld. Der eingebaute Bildstabilisator ist an Gehäusen ohne Sensor-Stabilisierung ein echter Vorteil. Das Sony SEL50F18F ist ein Vollformat-Objektiv, das an APS-C laut Hersteller wie 75 mm wirkt und damit im klassischen Porträtbereich liegt: Lichtstärke F1.8, Metallgehäuse, kein OSS. Beide Objektive sind klein genug für die Jackentasche.

Ob 35 mm oder 50 mm Brennweite besser passt, hängt vom Abstand zum Motiv ab. Für Menschen in Räumen und Reportage sind 35 mm flexibler, für Porträts mit Abstand und weichem Hintergrund 50 mm. Der Kaufberater Festbrennweite oder Zoom geht auf diese Entscheidung genauer ein.

Weitwinkelobjektiv für Innenräume und Vlogging

Das Sigma 16mm F1.4 DC DN ist mit seiner Lichtstärke die gängige Wahl für Innenräume, Architektur und Vlogging aus der Hand. Der Hersteller nennt einen staub- und spritzwassergeschützten Anschluss und ein kompaktes Gehäuse. Wer noch weiter braucht, greift zum Sony SEL11F18 mit 11 mm Brennweite und konstanter Blende F1.8, das Sony ausdrücklich für Vlogging und die Erstellung von Inhalten positioniert. Als Zoomobjektiv deckt das Tamron 11-20mm F2.8 denselben Bereich mit durchgehender Lichtstärke ab.

Ein Zoomobjektiv mit konstanter Blende

Das Kit-Objektiv E PZ 16-50 mm ist klein, aber mit F3.5 bis 5.6 lichtschwach. Das Sigma 18-50mm F2.8 DC DN deckt fast denselben Brennweitenbereich mit konstanter Blende F2.8 ab, sodass die Helligkeit beim Zoomen gleich bleibt. Es hat keinen Bildstabilisator, ist dafür kaum größer als das Kit. An der Alpha 6700 mit Sensor-Stabilisator ist das unerheblich, an Alpha 6000 oder ZV-E10 braucht es bei wenig Licht eine ruhige Hand oder ein Stativ. Für Video ist der leise Autofokus des Zooms ein Pluspunkt.

Teleobjektiv für Sony E-Mount

Für Tiere, Sport und Bühne ist das Sony SEL70350G OSS das Telezoom-Objektiv mit der größten Reichweite im Katalog. Durch den Formatfaktor entspricht es etwa 105 bis 525 mm an Vollformat. Der optische Bildstabilisator ist bei diesen Brennweiten Pflicht, der XD-Linearmotor im Autofokus verfolgt laut Sony auch schnell bewegte Motive. Ein Tele dieser Klasse ist an jeder APS-C-Kamera mit Sony E nutzbar, von der Alpha 6000 bis zur Alpha 6700, und macht den Formatfaktor zum Vorteil: Dasselbe Tele reicht an APS-C weiter als an Vollformat.

E-Mount Vollformat: Objektive für die Alpha-7-Reihe

Wer eine Sony Alpha 7 III, Alpha 7 IV oder Alpha 7C II besitzt, braucht FE-Objektive für den vollen Sensor. Das Tamron 28-75mm F2.8 gilt als das Standard-Zoomobjektiv, mit dem viele ins Vollformat starten, das Tamron 17-28mm F2.8 ergänzt nach unten zu einer durchgehenden F2.8-Strecke. Als Festbrennweiten stehen das 50mm F1.4 DG DN Art und das Sigma 85mm F1.4 DG DN Art für Available Light und Porträt bereit. Das 16-28mm F2.8 DG DN ist ein leichtes Weitwinkel-Zoomobjektiv für Landschaft und Innenräume, das Tamron 24mm F2.8 ein günstiger Weitwinkel mit Nahgrenze im Makrobereich.

Alle diese Vollformat-Objektive laufen auch an APS-C, nur mit engerem Bildwinkel. Das 85mm wird dort zu einem Tele um 130 mm, das für Kopfporträts mit viel Abstand taugt, für Innenräume aber zu eng ist.

Was du nicht brauchst

Ein zweites Zoomobjektiv mit ähnlichem Bereich wie das Kit bringt keinen sichtbaren Sprung. Auch die Sony-Spitzenklasse G Master oder die Objektive aus der Zeiss-Kooperation sind für eine Alpha 6000 oder ZV-E10 in der Regel überdimensioniert: Sie sind für Vollformat gerechnet, schwer und teuer, während die Auflösung der APS-C-Sensoren mit den hier genannten Sony-E-Objektiven bereits gut bedient wird. Adapter für A-Mount oder fremde Bajonette lohnen sich nur, wenn die passenden Objektive schon vorhanden sind.

Ebenfalls verzichtbar sind Filter als Erstkauf. Ein UV-Filter schützt die Frontlinse, verändert das Bild aber nicht. Polfilter und ND-Filter sind Werkzeuge für bestimmte Situationen, nicht für jeden Tag.

Kauf und Verfügbarkeit

Die Preise der genannten Sony E-Mount-Objektive werden tagesaktuell auf den Produktseiten angezeigt. Sigma und Tamron bieten ihre Objektive für Sony E in der Regel günstiger an als Sony selbst, ohne dass sich das in der Abbildungsleistung an APS-C bemerkbar macht. Beim Kauf gebrauchter Objektive lohnt ein Blick auf den Zustand von Bajonett und Frontlinse, bei Zooms zusätzlich auf einen leichtgängigen Zoomring und einen sauber arbeitenden Autofokus.

Nächster Schritt

Wer die Alpha 6000, 6100, 6400 oder ZV-E10 mit dem Kit-Objektiv nutzt, fängt mit dem Sony SEL35F18 OSS oder dem 16mm F1.4 an. Wer Tiere fotografiert, geht direkt zum SEL70350G. Für den späteren Umstieg auf Vollformat lohnt es sich, FE-Objektive wie das Tamron 28-75mm von Anfang an mitzudenken. Der Kaufberater zu Porträtobjektiven und die Übersicht zum Makroobjektiv für Sony vertiefen die einzelnen Einsatzzwecke am Sony E-Mount.

Häufige Fragen

Welches Objektiv passt an die Sony a6000?

Jedes Objektiv mit Sony-E-Bajonett, also alle E- und FE-Objektive von Sony, Sigma, Tamron und anderen Herstellern. Als erste Ergänzung zum Kit ist eine lichtstarke Festbrennweite wie das Sony SEL35F18 OSS oder das Sigma 16mm F1.4 DC DN sinnvoll. A-Mount-Objektive passen nur über einen Adapter.

Was ist der Unterschied zwischen E- und FE-Objektiven?

E-Objektive (bei Sigma DC DN, bei Tamron Di III-A) sind für den APS-C-Sensor gerechnet und entsprechend klein. FE-Objektive (Sigma DG DN, Tamron Di III) leuchten einen Vollformatsensor aus. Beide passen an dasselbe Bajonett, ein APS-C-Objektiv schaltet eine Vollformatkamera aber in den Crop-Modus.

Brauche ich ein Objektiv mit Bildstabilisator (OSS)?

An Alpha 6000, 6100, 6400 und ZV-E10 gibt es keine Stabilisierung im Gehäuse, dort hilft OSS im Objektiv bei wenig Licht und im Telebereich. Die Alpha 6700 stabilisiert über den Sensor, sodass auch unstabilisierte Festbrennweiten ruhig gehalten werden.

Welches Teleobjektiv für Sony E-Mount an APS-C?

Das Sony SEL70350G OSS deckt 70 bis 350 mm ab, was durch den Formatfaktor etwa 105 bis 525 mm an Vollformat entspricht. Es hat einen optischen Stabilisator und einen schnellen Linearmotor und ist damit für Tiere, Sport und Bühne die naheliegende Wahl.

Aus dem Katalog

Die genannten Geräte

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