Sigma 50mm F1.4 DG DN Art (Sony FE)
969,00 € · Stand 2026-09-11
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Sigma
Klassische Porträtbrennweite an Vollformat. Der Abstand zum Motiv wirkt bei 85 mm natürlicher als bei 50 mm, weil Gesichtszüge weniger gestreckt werden.
Gedacht für: Porträt an Vollformat, wo Freistellung das Hauptmittel ist.
Herstellerangaben
1.099,00 € · Preis vom 2026-09-11
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Einordnung
Das Sigma 85mm F1.4 DG DN Art ist eine Portrait-Festbrennweite für spiegellose Vollformatkameras mit Sony E-Mount. Es ist gebaut für Aufnahmen, bei denen Freistellung das Hauptmittel ist: Kopf- und Schulterporträts, Hochzeit, Detailaufnahmen mit weichem Hintergrund. Wer an einer Sony Alpha 7 IV oder Alpha 7 III ein 85mm 1.4 sucht, hat mit diesem Objektiv die lichtstärkste Portrait-Option im Katalog.
85 mm ist die klassische Porträtbrennweite. Der Abstand zum Motiv liegt bei einem Kopfporträt bei etwa zwei Metern, Gesichtszüge werden dadurch weniger gestreckt als bei 50 mm, und der Hintergrund rückt optisch näher zusammen. Bei Blende F1.4 bleibt dann nur noch eine schmale Schärfeebene übrig: Die Augen sind scharf, Ohren und Hintergrund lösen sich in weichem Bokeh auf. Dieses Bokeh ist das, was von einem 85mm F1.4 erwartet wird, und Sigma legt die Art-Reihe genau darauf aus.
Sigma nennt als Einsatzfelder Portrait, Reise und Straßenfotografie. Die beiden letzten sind mit Einschränkung zu lesen: 85 mm sind für Straße und Reise ein Tele, das Abstand verlangt und den Bildausschnitt eng hält. Wer eine Brennweite für alles will, ist mit dem Sigma 50mm F1.4 DG DN Art breiter aufgestellt. Wer gezielt Portraits fotografiert, mit dem Sigma 85mm.
DG steht bei Sigma für Objektive mit Vollformat-Bildkreis, DN für Objektive, die für spiegellose Kameras (Mirrorless) gerechnet sind. Die Katalogversion hat das Sony-E-Objektivbajonett und passt an die Alpha 7 III, Alpha 7 IV und Alpha 7C II. Laut Hersteller ist das Objektiv außerdem APS-C-kompatibel: An einer Alpha 6700 wirkt es durch den Formatfaktor wie ein 127-mm-Tele, nutzbar, aber für Porträts in Innenräumen meist zu lang.
Sigma fertigt die DG DN Objektive in zwei Varianten, für Sony E-Mount und für L-Mount, das Bajonett von Panasonic, Leica und Sigma. Die L-Mount-Version ist ein eigenes Produkt und passt an eine Lumix S9, nicht an eine Sony. Für Nikon Z oder Canon RF gibt es das Objektiv nicht. Beim Kauf ist also auf die Angabe “für Sony E” zu achten. Firmware-Updates laufen an E-Mount über die Kamera, ein USB Dock ist dafür nicht nötig.
Die Lichtstärke F1.4 ist eine Blendenstufe heller als die üblichen F1.8-Porträtobjektive. Bei wenig Licht bedeutet das eine halb so lange Verschlusszeit oder einen halb so hohen ISO-Wert, bei voller Blendenöffnung eine Schärfeebene von wenigen Zentimetern. Laut Hersteller besteht die optische Konstruktion aus 15 Linsen in 11 Gruppen, darunter fünf SLD-Linsen (Special Low Dispersion) und eine asphärische Linse. Die SLD-Gläser sollen Farbsäume an Kanten bei offener Blende reduzieren, die asphärische Linse die Schärfe und Auflösung bis in die Bildecken halten.
Art ist bei Sigma die Linie, die auf Abbildungsleistung vor Kompaktheit ausgelegt ist. Zur Bedienung gehören laut Hersteller ein Blendenring mit abschaltbarer Rastung (De-Click-Funktion für Video), ein Fokusschalter für AF/MF und eine belegbare AFL-Taste, also Funktionen, die sonst nur Objektive der Profiklasse bieten. Das Gehäuse ist gegen Staub und Spritzwasser abgedichtet, die Verarbeitung entspricht dem Design der übrigen Art-Objektive mit Mirrorless-Rechnung. Verzeichnung und Randabdunklung werden an Sony-Gehäusen wie bei den meisten DG DN Objektiven über die kamerainterne Korrektur ausgeglichen, im JPEG und in den meisten RAW-Konvertern automatisch; die Menge an Verzeichnung, die ohne Korrektur bleibt, ist bei 85 mm ohnehin gering.
Es hat keinen Bildstabilisator. An den Alpha-7-Gehäusen übernimmt der Sensor im Body, bei 85 mm und F1.4 sind die Verschlusszeiten aber ohnehin meist kurz. Es ist eine Festbrennweite mit engem Bildwinkel: Gruppenfotos in kleinen Räumen, Landschaft oder Architektur gehören nicht zu seinem Bereich. Die Naheinstellgrenze reicht für Detailaufnahmen, ein Makro ist es nicht. Länge und Gewicht liegen deutlich über denen der F1.8-Klasse, an einer kompakten Alpha 7C II fällt das im Foto-Alltag auf. Und bei F1.4 ist die Schärfeebene so dünn, dass der Augen-Autofokus der Kamera Pflicht ist; ohne zuverlässige Augenerkennung landet die Schärfe leicht auf den Wimpern statt auf der Iris, und das Bild ist trotz hoher Auflösung unbrauchbar.
Das Sigma 50mm F1.4 DG DN Art ist das universellere Objektiv aus derselben Art-Reihe: gleiche Lichtstärke, weiterer Blickwinkel, auch für Reportage und Alltag tauglich. Für Kopfporträts ist das 85er die bessere Wahl, für alles andere das 50er.
Das Sony SEL50F18F 50mm F1.8 ist deutlich kleiner und läuft an den Alpha-6000-Gehäusen als 75-mm-Porträtbrennweite. Es verzichtet auf F1.4, Blendenring und Abdichtung, reicht für Porträts mit unscharfem Hintergrund aber aus.
Das Tamron 28-75mm F2.8 deckt 75 mm bei F2.8 mit ab. Wer nur gelegentlich Porträts fotografiert, ist mit dem Zoom flexibler; wer regelmäßig Menschen fotografiert, merkt den Unterschied von zwei Blendenstufen im Bokeh bei jedem Bild. Wer im L-Mount-System fotografiert, findet mit dem Panasonic Lumix S 85mm F1.8 das kompaktere Pendant.
Für ein 85mm F1.4 DG DN Art lohnt ein Schutzfilter, weil die Frontlinse groß und exponiert ist; welche Filter sonst sinnvoll sind, steht im Artikel Objektivfilter. Weitere Porträtobjektive für E-Mount stehen in der Bestenliste Objektive für Porträtfotografie mit Sony E-Mount. Preis, Angebot, Versand und Versandkosten auf dieser Seite kommen tagesaktuell von Amazon, ebenso die Informationen zur Verfügbarkeit; beim Kauf auf den Zusatz “für Sony E” achten, bevor das Produkt in den Warenkorb wandert. Die Bewertungen auf der Produktseite sind zahlreich, und in fast jedem Kommentar der Bewertungen geht es um dieselben Punkte: Bokeh, Leistung des Autofokus und der Preis im Vergleich zum Sony G Master. Wer sich vor dem Kauf weitere Informationen holen will, liest die Bewertungen mit Blick auf das eigene Kameramodell, weil Meinung und Bewertungen zur Panasonic-Variante nicht immer auf Sony übertragbar sind.
Laut Hersteller ja. An einer Alpha 6700 wirkt es durch den Formatfaktor wie ein 127-mm-Tele. Für Porträts im Freien ist das brauchbar, in Innenräumen wird der Abstand zum Motiv schnell zu groß.
DG steht für Objektive mit Vollformat-Bildkreis, DN für Objektive, die speziell für spiegellose Kameras gerechnet sind. Art ist die Produktlinie, die Abbildungsleistung über Kompaktheit stellt.
Nein. An den Alpha-7-Gehäusen übernimmt der Sensor-Stabilisator im Body. Bei 85 mm und Blende F1.4 sind die Verschlusszeiten ohnehin meist kurz genug für Aufnahmen aus der Hand.
Ja, Sigma fertigt die DG-DN-Objektive für Sony E und L-Mount. Die L-Mount-Version passt an Panasonic Lumix S, Leica SL und Sigma fp, nicht an Sony. Diese Katalogseite zeigt die Sony-E-Version.
Alternativen
969,00 € · Stand 2026-09-11
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