Canon RF 50mm F1.8 STM
198,99 € · Stand 2026-09-11
Details ansehenObjektive nach Bajonett
Für die APS-C-Gehäuse des EOS R Systems ist das Canon RF 50mm F1.8 STM das erste sinnvolle Objektiv nach dem Kit: lichtstark, klein, an allen EOS-R-Kameras nutzbar. Wer vor allem filmt oder Innenräume fotografiert, nimmt das RF 16mm F2.8 STM, wer die Kamera täglich mitnehmen will, das flache RF 28mm F2.8 STM. Alle drei sind RF-Objektive für Vollformat und passen deshalb ohne Adapter an die EOS R50, R100, R10 und R7 ebenso wie an die EOS R8. Der Unterschied liegt nur im Bildausschnitt, den der Formatfaktor 1,6 an APS-C enger macht.
Canon hat mit den spiegellosen Kameras der R-Serie ein neues Bajonett eingeführt. Das RF-Bajonett hat ein kürzeres Auflagemaß als das EF-Bajonett der Spiegelreflexkameras, also einen geringeren Abstand zwischen Anschluss und Sensor. Das erlaubt kompaktere Objektivkonstruktionen und lässt zugleich Platz für einen Adapter, über den ältere EF-Objektive und EF-S-Objektive weiter genutzt werden können. Wer von einer Canon-Spiegelreflex kommt, verliert beim Umstieg also nichts.
Innerhalb des Systems gibt es zwei Gruppen. RF-Objektive sind für den Vollformatsensor gerechnet und funktionieren an allen Kameras des EOS R Systems. RF-S-Objektive sind für APS-C gerechnet, kleiner und günstiger, leuchten aber keinen Vollformatsensor aus. An der Canon EOS R8 schaltet ein RF-S-Objektiv die Kamera automatisch in den Crop-Modus. Das Kit-Zoom RF-S 18-45mm IS STM, das bei EOS R50, R100 und R10 dabei ist, gehört in diese zweite Gruppe.
Der Formatfaktor liegt bei Canon bei 1,6. Ein RF 50mm liefert an einer APS-C-Kamera den Ausschnitt eines 80 mm an Vollformat, ein RF 16mm den eines 26 mm, ein RF 28mm den eines 45 mm. Der Beitrag zu den Sensorformaten erklärt, warum sich die Brennweite nicht ändert, der Bildausschnitt aber schon.
Canon kennzeichnet seine Objektive über Zusätze im Namen. L steht für die L-Serie, die Profi-Linie mit abgedichteter Bauweise und rotem Ring, in der Regel mit den Zusätzen L IS USM. IS bezeichnet den Bildstabilisator im Objektiv, USM den Ultraschallmotor und Nano USM eine schnelle, leise Variante davon. STM steht für den Schrittmotor, der stufenlos und leise fokussiert und deshalb für Video geeignet ist. Die drei hier empfohlenen Festbrennweiten sind STM-Objektive ohne Stabilisator.
Für den Einstieg ist die L-Serie nicht nötig. Ihre Objektive sind für Fotografen gebaut, die bei jedem Wetter arbeiten und Schnelligkeit für Sport und Action-Aufnahmen brauchen. Die Bildqualität der günstigen RF-Festbrennweiten reicht für die Auflösung der APS-C-Gehäuse aus, der Unterschied liegt in Abdichtung, Lichtstärke und Geschwindigkeit des Autofokus. Ein Steuerungsring, wie ihn viele RF-Objektive tragen, erlaubt es, Blende oder ISO direkt am Objektiv zu verstellen.
Ein Bildstabilisator im Objektiv ist an den Gehäusen ohne Sensor-Stabilisierung, also an EOS R50, R100, R10 und R8, bei langen Brennweiten und für Video ein Vorteil. Bei Festbrennweiten zwischen 16 und 50 mm mit offener Blende reicht dagegen eine kurze Verschlusszeit. Die EOS R7 stabilisiert im Gehäuse, dort spielt die Frage keine Rolle. Der Beitrag zur Bildstabilisierung ordnet ein, wann welcher Weg zählt.
| Empfehlung | Brennweite | Blende | Für wen |
|---|---|---|---|
| Canon RF 50mm F1.8 STM | 50 mm (80 mm an APS-C) | F1.8 | Portrait, wenig Licht, erste Festbrennweite |
| Canon RF 16mm F2.8 STM | 16 mm (26 mm an APS-C) | F2.8 | Vlogging, Landschaften, Innenräume |
| Canon RF 28mm F2.8 STM | 28 mm (45 mm an APS-C) | F2.8 | Reise, Street, Kamera immer dabei |
| RF-S 18-45mm IS STM (Kit) | 18-45 mm (APS-C) | F4.5-6.3 | Alltag mit Stabilisator, bereits im Set |
Das Canon RF 50mm F1.8 STM ist das Objektiv, mit dem der Unterschied zum Kit-Zoom am deutlichsten wird. Blende F1.8 statt F5.6 am langen Ende bedeutet mehr als drei Blendenstufen mehr Licht und einen Hintergrund, der sich vom Motiv löst. Canon nennt 160 g und 40,5 mm Baulänge, sodass es an einer Canon EOS R50 oder EOS R100 kaum aufträgt. Der Schrittmotor fokussiert laut Hersteller sanft und leise, auch im Servo-AF bei Video.
An APS-C wirkt es wie ein 80 mm und ist damit ein Portrait-Objektiv, das Abstand zur Person verlangt. Für Innenräume und Gruppen ist der Ausschnitt zu eng, dort passen 16 oder 28 mm besser. An der EOS R8 ist es eine klassische Normalbrennweite für alles von Reportage bis Portrait. Der Kaufberater zu Portrait-Objektiven vergleicht es mit den 50-mm-Modellen anderer Systeme.
Das Canon RF 16mm F2.8 STM ist an Vollformat ein Ultraweitwinkel, an APS-C ein moderates Weitwinkel um 26 mm. Canon positioniert es für Vlogging, Landschaften und Astrofotografie und nennt neun Linsenelemente in sieben Gruppen mit einer asphärischen PMo-Linse, dazu laut Hersteller 165 g und 40,2 mm Länge. Für Vlogs mit der Kamera in der ausgestreckten Hand ist der Ausschnitt an APS-C gerade weit genug, um Gesicht und Umgebung zu zeigen.
An der EOS R8 ist es das Objektiv für enge Innenräume, Architektur und Landschaften, bei dem die Blende F2.8 auch Aufnahmen bei Dämmerung erlaubt. Die Ecken zeigen bei einem so weiten Ausschnitt naturgemäß mehr Verzeichnung als eine Normalbrennweite, die Kamera korrigiert das über ihre Objektivprofile.
Das Canon RF 28mm F2.8 STM ist ein flaches Pancake-Objektiv, das die Kamera kaum dicker macht. Canon nennt es für Reise, Street und Alltag und verweist auf PMo-Elemente und Super-Spectra-Vergütung für Schärfe und Kontrast. An APS-C entspricht es einem 45 mm, also fast genau der Normalbrennweite, an Vollformat ist es ein leichtes Weitwinkel.
Es ist das Objektiv für alle, die eine EOS R100 oder R50 in die Jackentasche stecken wollen. Die Lichtstärke F2.8 liegt zwischen Kit-Zoom und 50mm F1.8, die Freistellung fällt entsprechend moderater aus. Wer sich zwischen 28 und 50 mm nicht entscheiden kann, findet im Kaufberater Festbrennweite oder Zoom die Abwägung.
Für die APS-C-Kameras EOS R50, R100, EOS R10 und EOS R7 führt Canon in den eigenen Produktangaben das RF-S 55-210mm, das RF 100-400mm und das RF 75-300mm als passende Teleobjektive für Wildlife, Reise und Sport auf. Sie ergänzen das Kit-Zoom nach oben und profitieren vom Formatfaktor: Dieselbe Brennweite reicht an APS-C weiter als an Vollformat. Ein Allround-Objektiv, das Weitwinkel bis Tele in einem abdeckt, gibt es im RF-S-Programm ebenfalls, es tauscht Lichtstärke gegen Reichweite.
Die Auswahl an RF-Objektiven wächst mit jedem Jahr, Fremdhersteller sind am RF-Mount aber weniger vertreten als am Sony E-Mount. Wer eine große Auswahl an günstigen Festbrennweiten von Sigma und Tamron sucht, findet sie derzeit eher bei Sony. Wer bereits EF-Objektive besitzt, hat mit dem Adapter dagegen sofort Zugriff auf Jahrzehnte an Canon-Glas.
Ein zweites Zoom mit ähnlichem Bereich wie das Kit bringt keinen sichtbaren Fortschritt. Objektive der L-Serie mit F2.8 über den ganzen Zoombereich sind für eine EOS R50 oder R100 überdimensioniert: Sie sind schwer, teuer und für Vollformat gerechnet, während die Festbrennweiten hier den größeren Sprung bei Lichtstärke und Größe bringen. Ein Ultraweitwinkel-Zoomobjektiv ist nur sinnvoll, wenn Architektur der Hauptzweck ist.
Adapter für fremde Bajonette lohnen sich nur mit vorhandenen Objektiven. Und ein Objektiv mit Bildstabilisator ist bei den drei genannten Festbrennweiten kein Kriterium, solange nicht bei Kerzenlicht aus der Hand gefilmt wird.
Die Preise der Canon RF Objektive stehen tagesaktuell auf den Produktseiten. Bei Canon lohnt der Blick auf die exakte Bezeichnung: RF-S ist APS-C, RF ohne S ist Vollformat, und STM oder USM sagt etwas über den Fokusmotor, nicht über die Bildqualität. Gebrauchte EF-Objektive sind wegen des Umstiegs vieler Fotografen auf spiegellose Gehäuse in großer Zahl im Umlauf und mit dem Adapter eine Option.
Wer eine EOS R50, R100, R10 oder R7 mit dem Kit nutzt, fängt mit dem RF 50mm F1.8 STM an. Wer filmt, nimmt das RF 16mm F2.8 STM, wer die Kamera täglich dabei haben will, das RF 28mm F2.8 STM. Der Beitrag zum ersten Objektiv erklärt die Entscheidung unabhängig vom System, und die Übersicht der Nikon Z Objektive zeigt, wie das Nachbarsystem dieselbe Frage löst.
Ja. RF-Objektive sind für Vollformat gerechnet und passen ohne Adapter an alle Kameras des EOS R Systems, also auch an die APS-C-Gehäuse R50, R100, R10 und R7. Der Bildausschnitt wird dort um den Formatfaktor 1,6 enger, ein RF 50mm wirkt wie ein 80 mm.
RF-S-Objektive sind für den kleineren APS-C-Sensor gerechnet und entsprechend kompakt, sie leuchten einen Vollformatsensor nicht aus. An der EOS R8 schaltet die Kamera mit einem RF-S-Objektiv in den Crop-Modus. RF-Objektive ohne S funktionieren an beiden Formaten.
Ja, über den Bajonettadapter EF-EOS R. Das kurze Auflagemaß des RF-Bajonetts lässt Platz für den Adapter, Autofokus und Bildstabilisator der EF- und EF-S-Objektive bleiben erhalten. Wer schon EF-Objektive besitzt, muss sie beim Umstieg auf eine spiegellose Canon also nicht ersetzen.
Das RF 50mm F1.8 STM. Es ist die günstigste lichtstarke Festbrennweite im System, passt an alle EOS-R-Gehäuse und zeigt mit Blende F1.8 den deutlichsten Unterschied zum Kit-Zoom. Wer vor allem filmt oder Innenräume fotografiert, nimmt stattdessen das RF 16mm F2.8 STM.
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