Kaufberatung
Welche Kamera kaufen?
Kurze Antwort: Für die meisten, die heute einsteigen, ist eine spiegellose Systemkamera mit APS-C-Sensor und Kit-Objektiv die richtige Wahl. Vollformat lohnt sich erst, wenn wenig Licht und starke Freistellung den Alltag bestimmen. Eine Kompaktkamera mit großem Sensor ist die Antwort, wenn Wechselobjektive nicht in Frage kommen. Alles Weitere entscheidet der Einsatzzweck, nicht die Megapixel. Die besten Kameras sind die, die zur eigenen Fotografie passen, nicht die teuersten.
Objektive nach Bajonett und Zweck
Objektive
Objektiv für Sony a6000 bis ZV-E10: E-Mount-Objektive nach Zweck
Portrait-Objektiv: 50 mm oder 85 mm, APS-C oder Vollformat
Canon RF Objektive: RF und RF-S erklärt, welche Festbrennweite zuerst
Nikon Z Objektive: DX und FX erklärt, welches Objektiv zuerst
Festbrennweite oder Zoom: das erste Objektiv nach dem Kit-Zoom
Makro-Objektiv für Sony: SEL30M35, Abbildungsmaßstab und Alternativen
Kameratypen im Überblick: welche Kamera passt zu welchem Zweck
Der Kameramarkt hat sich auf wenige Kameratypen reduziert. Spiegellose Systemkameras sind der Standard für alle, die Objektive wechseln wollen; Spiegelreflexkameras (DSLR) werden von den Kameraherstellern nicht mehr weiterentwickelt. Kompaktkameras mit großem Bildwandler decken den Bereich ab, in dem Smartphone-Kameras an ihre Grenze kommen: Zoom, echte Freistellung, Aufnahmen bei wenig Licht. Bridge-Kameras mit festem Superzoom sind ein Nischenprodukt geworden, und Action-Cams übernehmen alles, was nass, schnell oder am Helm montiert ist.
| Kameratyp | Sensor | Für wen | Kaufberatung |
|---|---|---|---|
| Systemkamera APS-C | APS-C | Einsteiger, Reisen, Alltag, Vlog | Kamera für Anfänger |
| Systemkamera Vollformat | Vollformat | Wenig Licht, Porträts, Profis | Spiegellose Kamera für Einsteiger |
| Vlog-Kamera | APS-C oder 1 Zoll | Video aus der Hand, YouTube | Vlog-Kamera |
| Kompaktkamera | 1 Zoll | Immer dabei, kein Objektivwechsel | Kompaktkamera mit großem Sensor |
| Drohne | 1/1,3 Zoll bis 4/3 Zoll | Luftaufnahmen, Reisen | Drohne unter 250 g |
APS-C, Vollformat oder Micro Four Thirds: was das Sensorformat entscheidet
Der Sensor bestimmt, wie viel Licht ein Bild aufnehmen kann und wie stark sich der Hintergrund auflöst. Eine Vollformat-Kamera sammelt mehr Licht als eine Kamera mit dem kleineren Format, kostet aber deutlich mehr, und zwar zweimal, weil auch die passenden Objektive größer und teurer ausfallen. Für Reisen, Alltag, Landschaftsaufnahmen und Porträts von Hobbyfotografen ist der APS-C-Sensor die wirtschaftlichere Wahl; die Bildqualität hängt in dieser Klasse stärker am Objektiv als am Gehäuse. Vollformat lohnt sich, wenn Low-Light-Eigenschaften und Freistellung den Ausschlag geben. Die Sony Alpha 7 IV und die Canon EOS R8 im Katalog markieren diese Klasse; die Sony Alpha 6400, die Alpha 6700 oder die Canon EOS R10 stehen für APS-C. Ausführlich: APS-C oder Vollformat.
Kit-Objektiv, Festbrennweite, Objektivsystem
Das Kit-Objektiv deckt den Alltagsbereich ab und ist der bequemere Start. Der sichtbarste Sprung kommt danach von einer lichtstarken Festbrennweite, nicht von einem zweiten Zoom. Wichtiger als das erste Gehäuse ist deshalb das Objektivsystem dahinter: Sony E, Canon RF, Nikon Z, Fujifilm X oder L-Mount entscheiden, welche Objektive später passen. Die Kaufberatungen zu Objektiven für Sony E-Mount, Canon RF und Nikon Z zeigen je Bajonett, was im Katalog dazu passt. Micro Four Thirds (Panasonic Lumix GH5 II, OM System) bleibt die kompakteste Systemwelt mit RAW-Video-Optionen für Filmer.
Marken und Kamerasysteme: Sony Alpha, Canon EOS, Nikon Z, Fujifilm, OM System
Der Kamera-Markt wird von wenigen Kameraherstellern getragen, und die Marke ist beim Kamerakauf vor allem eine Entscheidung für ein Kamerasystem. Sony hat mit der Alpha-6000-Reihe (Alpha 6100, Alpha 6400, Alpha 6700) und der Alpha-7-Reihe (Alpha 7 III, Alpha 7 IV, Alpha 7C II, Alpha 7R als hochauflösende Variante) die breiteste Auswahl an Objektiven von Drittherstellern. Canon EOS R deckt mit EOS R50, R100 und R10 den Einstieg ab, mit EOS R8 und R6 Mark II das Vollformat und mit der EOS R5 die Profi-Klasse. Nikon Z reicht von Z 30 und Z fc über Z 6II und Z6 III bis zur Z 8 für Profi-Fotografen. Fujifilm X setzt auf Filmsimulationen und klassische Bedienung, OM System auf kompakte, wettergeschützte Micro-Four-Thirds-Gehäuse. Die besten Kameras für Hobbyfotografen liegen in allen fünf Systemen in der Mittelklasse; die Unterschiede in der Bildqualität sind kleiner als die Unterschiede im Objektivangebot.
Canon EOS R: Einsteiger bis R5
Für Fotos und Video aus einer Hand ist die EOS R50 die Einsteiger-Kamera des Systems; die EOS R10 und R7 bieten mehr Bilder pro Sekunde für Sport, die EOS R8 das günstigste Vollformat-Gehäuse. R6 Mark II und R5 sind Profi-Kameras, deren Funktionen im Alltag selten ausgereizt werden.
Sony Alpha: Alpha 6400 bis Alpha 7R
Die Alpha 6400 und die Alpha 6700 sind Allround-Kameras für Fotos, Schnappschüsse und Video; die Alpha 7 IV ist das Vollformat-Modell, das die meisten Hobbyfotografen langfristig begleitet. Die ZV-Reihe richtet sich an Vlogger und Video-Kameras aus der Hand.
Nikon Z6 III, Z 8 und OM System
Nikon Z6 III und Z 8 stehen für die Profi-Klasse des Z-Systems, Z 30 und Z fc für den Einstieg. OM System (früher Olympus) ist die Wahl, wenn Gewicht und Wetterschutz wichtiger sind als extreme Freistellung.
Bridge-Kameras, Kompaktkameras und Smartphone-Kameras
Bridge-Kameras mit fest verbautem Superzoom sind ein Nischenprodukt geworden, weil Smartphone-Kameras den Alltag abdecken und Systemkameras im Preis gesunken sind. Wer kompakt bleiben will, ohne auf einen großen Bildwandler zu verzichten, findet in der Sony RX100 VII und der ZV-1 die bessere Lösung als in einer Bridge. Wer gelegentlich Portraits, Reisen und Landschaftsaufnahmen mit echter Freistellung will, braucht eine Systemkamera; für reine Schnappschüsse reicht das Telefon.
Bilder pro Sekunde, Megapixel, Autofokus: was zählt
Megapixel sind seit Jahren kein Kaufkriterium mehr; 20 bis 26 Megapixel reichen für Druck bis A2. Bilder pro Sekunde zählen für Sport und Tiere, sonst nicht. Entscheidend im Alltag sind das Autofokus-System mit Motiverkennung für Augen, Tiere und Fahrzeuge, ein Klappdisplay für Video und Selbstaufnahmen, ein Sucher bei hellem Licht und die Stabilisierung im Gehäuse (IBIS) oder im Objektiv. Was Stabilisierung leistet und was nicht, steht im Magazin unter Bildstabilisator.
Gewicht und Größe
Die beste Ausrüstung ist die, die mitgenommen wird. Das gilt für Kameras und bei Drohnen sogar rechtlich: Unter 250 Gramm gelten in der EU geringere Auflagen. Wer zwischen zwei Geräten schwankt, sollte das Gesamtgewicht mit Objektiv und Akku vergleichen, nicht nur das Gehäuse.
Was wir nicht tun
Es findet keine Messung unter Laborbedingungen statt. Deshalb behaupten wir auch nirgends, ein Gerät überprüft zu haben. Was hier steht, ist eine Einordnung anhand von Bauart, Herstellerangaben und Einsatzzweck. Technische Daten stammen vom Hersteller über die Amazon-Schnittstelle, Preise tragen ein Abrufdatum.
Häufige Fragen zur Kamera-Kaufberatung
Welche Kamera kaufen, wenn ich gerade anfange?
Eine spiegellose Systemkamera mit APS-C-Sensor und Kit-Objektiv. Sie ist leicht, das Objektivsystem wächst mit, und der Aufpreis für Vollformat bringt am Anfang keinen sichtbaren Vorteil. Konkrete Modelle aus dem Katalog stehen in der Kaufberatung für Anfänger.
Braucht es für den Einstieg eine Vollformat-Kamera?
In aller Regel nicht. APS-C-Sensoren liefern für Web, Druck bis A3 und Video mehr als genug Reserve. Vollformat lohnt sich bei wenig Licht und starker Freistellung, kostet aber zweimal: beim Gehäuse und bei den Objektiven.
Spiegelreflex oder spiegellos?
Spiegellose Systemkameras sind der aktuelle Stand. Alle neuen Objektive der Hersteller erscheinen für die spiegellosen Bajonette, der Autofokus arbeitet mit Motiverkennung auf dem Sensor, und die Gehäuse sind kleiner. Eine DSLR lohnt sich nur noch, wenn bereits passende Objektive vorhanden sind.
Kit-Objektiv oder Festbrennweite?
Das Kit-Objektiv deckt viele Situationen ab und ist der bequemere Start. Eine lichtstarke Festbrennweite verändert das Bild dagegen sichtbar: Sie trennt das Motiv vom Hintergrund und arbeitet in Innenräumen ohne Blitz. Viele beginnen mit dem Kit und ergänzen später eine 35- oder 50-mm-Festbrennweite.
Was bedeutet die 250-g-Grenze bei Drohnen?
Drohnen unter 250 Gramm fallen in der EU in die Klasse C0 und unterliegen geringeren Auflagen als schwerere Geräte. Eine Registrierung als Betreiber und eine Haftpflichtversicherung können dennoch nötig sein, und Flugverbotszonen gelten unabhängig vom Gewicht. Maßgeblich ist immer die aktuelle Fassung der EU-Drohnenverordnung.
Woher stammen die Preise auf dieser Seite?
Die Preise werden über die Amazon-Schnittstelle abgerufen und mit dem Datum des Abrufs angezeigt. Liegt kein aktuelles Datum vor, zeigen wir bewusst keine Zahl, sondern verweisen auf den Tagespreis. Maßgeblich ist immer der Preis, der bei Amazon zum Kaufzeitpunkt steht.