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Drohnen nach Gewicht

Drohne unter 250 Gramm

Wer eine Drohne unter 250 Gramm sucht, bekommt im Katalog sieben Modelle der Drohnenklasse C0. Die Empfehlung in Kürze: Für die meisten Luftaufnahmen passt die DJI Mini 4 Pro, weil sie als einzige Mini-Drohne hier eine Hinderniserkennung in alle Richtungen mitbringt. Wer darauf verzichten kann, spart mit der DJI Mini 3 Fly More Combo und bekommt drei Akkus dazu. Für spontane Clips aus der Hand ist die DJI Neo 2 die einfachere Wahl, und wer nicht ins DJI-System will, findet mit der Potensic Atom 2 eine Alternative.

Warum die Grenze bei 250 Gramm so wichtig ist, welche Pflichten trotzdem bleiben und wie sich die Modelle unterscheiden, steht in den folgenden Abschnitten.

Warum die Drohnenklasse C0 bei 250 Gramm beginnt

Die EU-Drohnenverordnung ordnet Drohnen nach Startmasse und Ausstattung in Klassen ein. Unter 250 Gramm Startmasse fällt ein Gerät in die Drohnenklasse C0, und für diese Gewichtsklasse gelten die geringsten Auflagen. Deshalb liegen so viele Mini Drohnen bei 249 Gramm: Die Hersteller konstruieren gezielt unter die Grenze.

Der wichtigste Vorteil: Für Drohnen unter 250g verlangt die Verordnung keinen EU-Kompetenznachweis A1/A3. Der umgangssprachliche Drohnenführerschein entfällt also. Genau das steht auch in den Herstellerangaben, etwa bei der Mini 4 Pro (“kein Drohnenführerschein erforderlich”) oder bei der Neo Motion, die laut DJI in den Kategorien A1/A3 ohne Prüfung geflogen werden darf.

Ein Hinweis zur Einordnung: Diese Seite erklärt die Regeln nur allgemein. Verbindlich ist die jeweils aktuelle Fassung der EU-Drohnenverordnung und der nationalen Umsetzung. Wer unsicher ist, prüft die aktuellen Regelungen vor dem ersten Start. Die Grundlagen der Klassen C0 bis C4 erklärt der Magazinartikel zu Drohnen für Luftaufnahmen.

Was für Drohnen unter 250g trotzdem gilt

Weniger Auflagen heißt nicht keine Auflagen. Drei Pflichten bleiben auch bei der leichtesten Kameradrohne bestehen.

  • Registrierung als Betreiber: Sobald eine Kamera an Bord ist und die Drohne kein Spielzeug ist, muss sich der Betreiber registrieren. Die vergebene Registrierungsnummer (e-ID) gehört sichtbar an das Gerät. Das gilt für alle Mini Drohnen im Katalog, denn jede hat eine Kamera.
  • Versicherung: Eine Haftpflichtversicherung, die den Drohnenbetrieb abdeckt, ist Pflicht. Viele private Haftpflichtpolicen schließen Drohnen aus, das ist vorab zu klären.
  • Flugverbotszonen und Abstände: Wo geflogen werden darf, hängt nicht vom Gewicht ab. Verbotszonen, Mindestabstände zu Menschenansammlungen und die Sichtweite zum Gerät gelten in jeder Kategorie und Unterkategorie.

Bestandsdrohnen ohne Klassenkennzeichnung, also ältere Modelle ohne C0-Etikett, behandelt die Verordnung unter 250 Gramm ähnlich wie C0-Geräte. Bei der DJI Mini 2 Fly More Combo und der Mini SE nennt der Hersteller im Katalog nur das Gewicht unter 249 Gramm, keine Klassenkennzeichnung. Ob ein konkretes Exemplar ein Klassenetikett trägt, steht auf dem Gerät.

Mini Drohnen im Katalog: die Übersicht

Die Tabelle fasst zusammen, was der Hersteller zu Klasse und Kamera angibt. Alle sieben Modelle liegen unter 250 Gramm.

ModellKlasseKameraFür wen
DJI Mini 4 ProC0, unter 249 g4K/60 fps HDR, HochformatLuftaufnahmen mit Hinderniserkennung
DJI Mini 3 Fly More ComboC0, unter 249 g4K UHD HDR, Dual Native ISO, 90° HochformatEinstieg mit drei Akkus
DJI Mini 2 Fly More Combounter 249 g4K/30 fps, 12 MP, 3-Achsen-GimbalMittelweg zwischen SE und Mini 3
DJI Mini SE Fly More Combounter 249 g2.7K, 12 MP, 3-Achsen-GimbalFliegen lernen mit wenig Einsatz
DJI Neo 2C0, 151 g4KStart aus der Handfläche, Gestensteuerung
DJI Neo Motion Fly More ComboC0, 135 g4K UHDSelbstaufnahmen mit Bewegungssteuerung
Potensic Atom 2C0, unter 249 g4K HDR, 48 MP, 1/2-Zoll-Sensor, F1.8Einstieg außerhalb von DJI

Für Luftaufnahmen mit Anspruch: DJI Mini 4 Pro und Mini 3

Die DJI Mini 4 Pro ist die Mini-Drohne mit der vollständigsten Sensorik im Katalog. Laut Hersteller erkennt sie Hindernisse in alle Richtungen, filmt 4K mit 60 fps in HDR und dreht die Kamera für echtes Hochformat. DJI nennt 34 Minuten Flugzeit und 20 km Videoübertragung zur mitgelieferten Fernsteuerung RC 2. Wer in der Nähe von Bäumen, Gebäuden oder auf engen Wegen fliegt, profitiert von dieser Ausstattung am meisten.

Die DJI Mini 3 liegt eine Stufe darunter. Sie filmt ebenfalls 4K UHD mit HDR und Dual Native ISO, dreht die Kamera um 90 Grad und kommt laut DJI auf bis zu 38 Minuten Flugzeit. Was fehlt, ist die Rundum-Hinderniserkennung. Dafür enthält die Fly More Combo drei Akkus und die Fernsteuerung DJI RC. Für offene Landschaften, Küsten und Felder ist das der wirtschaftlichere Weg. Einen direkten Vergleich der beiden Modelle gibt es unter DJI Mini 3 vs Mini 4 Pro.

Für spontane Clips aus der Hand: DJI Neo 2 und Neo Motion

Die DJI Neo 2 wiegt laut Hersteller 151 Gramm, ist C0-zertifiziert und hat einen Rundumschutz für die Propeller. Sie startet und landet auf der Handfläche, lässt sich per Geste steuern und folgt mit ActiveTrack einem Motiv. Eine Fernsteuerung ist nicht im Paket. Das ist keine Drohne für geplante Flugrouten, sondern für kurze Aufnahmen, die nebenbei entstehen.

Die DJI Neo Motion Fly More Combo geht denselben Weg mit 135 Gramm, Bewegungssteuerung und mehreren Akkus. Gestartet wird per Hand, gesteuert per App, Sprachbefehl oder Bewegungscontroller, acht QuickShot-Modi und Smart Follow übernehmen die Kameraführung. Wer sich selbst beim Wandern oder auf Familienfesten filmen will, ohne Sticks zu lernen, ist hier richtig. Beide Neo-Modelle sind Selfie-Drohnen im besten Sinn: leicht, schnell startklar, ohne große Reichweite.

Günstiger Einstieg: Mini 2, Mini SE und Potensic Atom 2

Die DJI Mini 2 Fly More Combo ist die ältere Generation mit 3-Achsen-Gimbal, 4K/30 fps und 12-MP-Fotos. Der Hersteller nennt 31 Minuten Flugzeit, drei Akkus, OcuSync 2.0 mit bis zu 10 km Übertragung und Windwiderstand bis Stufe 5. Eine Hinderniserkennung gibt es nicht. Wer die Grundlagen des Fliegens lernen will und dafür keine aktuelle Kamera braucht, fährt damit gut.

Die DJI Mini SE Fly More Combo liegt noch darunter: 2.7K-Video, 12 MP, GPS, 3-Achsen-Gimbal und laut DJI 30 Minuten Flugzeit. Die Kamera löst niedriger auf als bei Mini 3 und Mini 4 Pro. Als erste Drohne zum Üben reicht das, für Aufnahmen auf großen Bildschirmen wird die Auflösung eher knapp.

Die Potensic Atom 2 ist die Alternative außerhalb von DJI. Der Hersteller nennt einen 1/2-Zoll-Sony-Sensor mit F1.8, 4K HDR-Video, 48-MP-Fotos, 3-Achsen-Gimbal, GPS, bis zu 10 km Reichweite, Verfolgungsmodi und einen Nachtmodus. Eine Hinderniserkennung führt Potensic nicht auf. Bei Software und Zubehör ist die Auswahl kleiner als im DJI-Ökosystem, dafür bleibt man unabhängig davon.

Was du nicht brauchst

Für den Einstieg unter 250 Gramm ist ein Kompetenznachweis nicht nötig, und ein Kurs zum Drohnenführerschein lohnt sich erst, wenn eine schwerere Drohne ansteht. Die DJI Mavic 3 Cine oder die Air-Serie liegen oberhalb der Grenze und bringen die zusätzlichen Auflagen mit, ohne dass Einsteiger die größere Kamera ausreizen. FPV-Drohnen wie die Avata 2 sind ein eigenes Thema mit Videobrille und steilerer Lernkurve.

Auch beim Zubehör gilt Zurückhaltung. Ersatzakkus sind sinnvoll, weshalb die Fly More Combos für viele die bessere Wahl sind. ND-Filter, Landeplattformen und Tragetaschen können warten, bis klar ist, wie oft die Drohne wirklich mitkommt. Eine schnelle Speicherkarte dagegen gehört von Anfang an dazu, Hinweise dazu stehen im Artikel zu Speicherkarten.

Nächster Schritt

Zuerst die Betreiberregistrierung erledigen und die Versicherung klären, dann die Drohne wählen. Wer Hinderniserkennung will, nimmt die Mini 4 Pro. Wer drei Akkus und 4K zum niedrigeren Einsatz will, nimmt die Mini 3 Fly More Combo. Wer die Drohne nur gelegentlich mitnimmt, nimmt die Neo 2. Für die Entscheidung zwischen den Einsteigermodellen hilft die Übersicht Drohne für Einsteiger.

Häufige Fragen

Brauche ich für eine Drohne unter 250 Gramm den EU-Kompetenznachweis?

Für Drohnen der Klasse C0 ist nach der EU-Drohnenverordnung kein Kompetenznachweis A1/A3 vorgeschrieben. Der umgangssprachliche Drohnenführerschein entfällt damit. Verbindlich ist immer die jeweils aktuelle Fassung der Verordnung, die sich ändern kann.

Muss ich mich als Betreiber trotzdem registrieren?

Ja, sobald die Drohne eine Kamera an Bord hat und kein Spielzeug ist, gilt die Betreiberregistrierung auch unter 250 Gramm. Die dabei vergebene Registrierungsnummer gehört sichtbar an das Gerät. Dazu kommt eine Haftpflichtversicherung, die den Drohnenbetrieb einschließt.

Darf ich mit einer Mini-Drohne überall fliegen?

Nein. Flugverbotszonen und Abstandsregeln gelten unabhängig vom Gewicht. Vor jedem Start ist zu prüfen, ob der Ort freigegeben ist. Die Herstellerangaben der Drohnen weisen selbst darauf hin, lokale Vorschriften zu beachten.

Welche Drohne unter 250 Gramm hat eine Hinderniserkennung?

Im Katalog nennt nur die DJI Mini 4 Pro eine omnidirektionale Hinderniserkennung. Mini 3, Mini 2 und Mini SE fliegen ohne diese Sensorik, und bei der Potensic Atom 2 macht der Hersteller dazu keine Angabe.

Aus dem Katalog

Die genannten Geräte

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